Gips

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Blick auf die untere Sohle der Gipsgrube zwischen Entringen und Breitenholz. Hinter dem Bagger ehemalige Stollenmundlöcher
Gleis in die Gipsgrube. Das erste Gleis rechts führt zur Seilwinde für die gipsbeladenen Wagen, die auf dem zweiten Gleis warten
Gleisverlauf in Gipsgrube und Gipswerk
Gleis zur Seilwinde (hinten rechts) für die Wagen mit Kohlen
Gebäude des Gipswerks mit links oben der Zufahrt für die kohlebeladenen Wagen

Gips, auch unter seiner chemischen Bezeichnung Kalziumsulfat bekannt, ist ein im Raum Tübingen sehr häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Sulfate“. Es kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Ca[SO4] • 2H2O und entwickelt meist tafelige, prismatische bis nadelige Kristalle, aber auch körnige bis massige Aggregate.[1]

Das Gipswerk zwischen Entringen und Breitenholz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gipswerk zwischen Entringen und Breitenholz wurde 1910 in Betrieb genommen und in den 70er Jahren aufgelöst. Die ehemalige Gipsgrube wird seitdem als Deponie genutzt und ist inzwischen weitgehend verfüllt.[2][3][4]

Das Gipswerk baute den im Gipskeuper vorkommenden Rohgips ab. Der Abbau erfolgte teilweise untertage; transportiert wurde der Rohgips mit Hilfe einer werkseigenen Schmalspurbahn (Feldbahnspurweite 600 mm) zum Brennofen. Der fertige Gips wurde über ein etwa 1,5 km langes Feldbahngleis zum Bahnhof der Ammertalbahn in Breitenholz gebracht, von dem auch die zum Heizen benötigte Kohle ins Gipswerk transportiert wurde.

Die Schemazeichnung zeigt den Gleisverlauf. Die beiden Gleise zur Anlieferung von Rohgips und Kohle führten über Rampen ins Obergeschoss des Gipswerks. Die beladenen Wagen wurden mit Hilfe von Seilwinden hochgezogen. Die Gipsgrube selbst bestand aus zwei Sohlen, zu denen je ein Gleis führte. Auf der unteren Sohle sind ehemalige Stollenmundlöcher des bergmännischen Abbaus erkennbar.

Quellen und weiterführende Informationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gips auf Wikipedia.
  2. Ein kleines Gipswerk auf Wikipedia.
  3. Hannes Weik: Landschaftsführer auf Spurensuche in Ammerbucher Gipsgruben - Ausflüge in die Erdgeschichte, Schwäbisches Tagblatt 27. Juli 2009.
  4. Neun Fotos der Schmalspurbahn im Jahr 1971 auf Schmalspuralbum - Fotogalerie Schmalspur- und Feldbahnen international.